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Ausschreibungsunterlagen

 

Evaluation zum Programm von DVV International

„Information und Kommunikation für Erwachsenenbildung und Entwicklung“

Datum der Veröffentlichung: 09.07.2018

 

 

Inhalt       

1       Einleitung zu DVV International 3

2       Hintergrund zum Projekt „Information und Kommunikation für Erwachsenenbildung und Entwicklung“  3

3       Ziele des Projektes. 4

4       Aktivitäten des Projektes. 4

5       Ziel der Evaluation. 5

6       Leitfragen für die Evaluation. 5

6.1         Relevanz. 5

6.1.1          Rolle der Publikationen in der Fachwelt. 5

6.1.2          Relevanz der Themen für verschiedene Zielgruppen. 5

6.2         Effektivität. 5

6.2.1          Qualität im Allgemeinen (Inhalte, Darstellung, etc.). 6

6.2.2          Verbreitung und Format der Publikationen. 6

6.3         Effizienz. 6

6.4         Nutzen und Wirkung der Publikation. 6

6.4.1          Konkrete Nutzung der Publikationen durch verschiedene Zielgruppen (wer nutzt sie wie/wofür?)  6

6.4.2          Inwiefern tragen die Publikationen zur Professionalisierung/Kapazitätsstärkung bei?. 7

6.4.3          Wie könnten die Publikationsreihen noch nützlicher sein?. 7

6.5         Nachhaltigkeit und Stärkung des internationalen und insbes. des Süd-Süd-Austauschs. 7

7       Nutzerinnen und Nutzer der Ergebnisse der Evaluation. 7

8       Verfügbare Mittel/Finanzielles Angebot 7

9       Methodische Herangehensweise. 7

10         Zeitplan. 8

11         Aufgaben des Evaluationsteams. 9

11.1      Projektauftakt. 9

11.2      Datenerhebung. 9

11.3      Datenanalyse. 9

11.4      Berichtslegung. 9

12         Zu erbringende Leistungen. 9

13         Verantwortlichkeiten bei DVV International und logistische Vorgaben. 10

14         Qualifikationsprofil des Evaluationsteams. 10

15         Qualitätsstandards. 10

16         Eignungskriterien. 11

17         Nutzungsrechte. 11

18         Vertragsbedingungen. 11

19         Bewerbungsunterlagen. 11

20         Bewertungskriterien der Angebote. 11

21         Klärung von Rückfragen. 12

1       Einleitung zu DVV International

DVV International ist das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. (DVV). Der DVV vertritt die Interessen der rund 900 Volkshochschulen und ihrer Landesverbände, den größten Weiterbildungsanbietern in Deutschland.

Als führende Fachorganisation im Bereich Erwachsenenbildung und Entwicklungszusammenarbeit setzt sich DVV International seit mehr als 45 Jahren für Lebenslanges Lernen ein. DVV International leistet weltweit Unterstützung beim Auf- und Ausbau von nachhaltigen Strukturen der Jugend- und Erwachsenenbildung.

Wir verstehen uns als Fachpartner im Dialog mit den Menschen vor Ort. Dazu kooperieren wir mit mehr als 200 zivilgesellschaftlichen, staatlichen und wissenschaftlichen Partnern in über 30 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas. Unsere Länder- und Regionalbüros gestalten die lokale und regionale Zusammenarbeit und sichern die Qualität und Wirksamkeit unseres Handelns in den Partnerländern. Schwerpunkte unserer Arbeit sind Alphabetisierung und Grundbildung, berufliche Bildung, globales und interkulturelles Lernen, Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung, Migration und Integration, Flüchtlingsarbeit, Gesundheitsbildung, Konfliktprävention und Demokratiebildung.

DVV International finanziert seine Arbeit aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Auswärtigen Amtes, der Europäischen Union sowie weiterer Förderer. Gemeinsam mit den nationalen, regionalen und globalen Verbänden der Erwachsenenbildung fördert DVV International die Lobbyarbeit und die Anwaltschaft für das Menschenrecht auf Bildung und für das Lebenslange Lernen. Dabei orientieren wir uns an den Sustainable Development Goals (SDGs) der UN, der globalen Bildungsagenda Education 2030 und den UNESCO-Weltkonferenzen zur Erwachsenenbildung (CONFINTEA). DVV International unterstützt den europäischen und weltweiten Informations- und Fachaustausch durch Konferenzen, Seminare und Publikationen.

2       Hintergrund zum Projekt „Information und Kommunikation für Erwachsenenbildung und Entwicklung“

Der Zugang zu und die Verbreitung von Informationen, der fachliche Austausch und die Vernetzung stellen im Bereich der Erwachsenenbildung auf globaler Ebene, und insbesondere in Entwicklungs- und Transformationsländern, eine große Herausforderung dar.

Der internationale Fachaustausch wird insbesondere durch sprachliche und geografische Grenzen erschwert. Viele Fachkolleginnen und -kollegen in Entwicklungsländern haben zudem nur begrenzt Zugang zu relevanten Informationen und einschlägiger Fachliteratur. Ein zentrales Problem ist der teilweise mangelnde oder begrenzte Internetzugang und die damit einhergehende digitale Spaltung zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden. So stellen beispielsweise die Vereinten Nationen fest: „Die digitale Spaltung ist bei der Internetnutzung und der Zugangsqualität besonders ausgeprägt. So nutzt nur knapp über ein Drittel der Bevölkerung der Entwicklungsländer das Internet, in den entwickelten Ländern hingegen 82 Prozent. Noch härter ist der Kontrast in Afrika südlich der Sahara, wo weniger als 21 Prozent der Bevölkerung das Internet nutzen, und in den am wenigsten entwickelten Ländern, wo es nicht einmal 10 Prozent sind.“

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bietet DVV International im Rahmen des Projekts „Information und Kommunikation für Erwachsenenbildung und Entwicklung“ (I+K) mit kostenfreien, mehrsprachigen Printprodukten, die in über 160 Ländern verbreitet wer-den, sowie einem ergänzenden Online-Angebot, die Möglichkeit für den globalen Zugang zu und den Austausch von Informationen, Erfahrungen, innovativen methodischen Ansätzen, Best-Practice-Beispielen und bildungspolitischen Positionierungen im Bereich der Erwachsenenbildung.

Das Projekt I+K ist global angelegt. Als Querschnittsprojekt vernetzt und stärkt es zum einen die Arbeit der Auslandsbüros von DVV International und ihrer Partnereinrichtungen, wendet sich aber darüber hinaus auch weltweit an den gesamten Sektor der Erwachsenenbildung. Das Print- und Onlineangebot richtet sich dabei sowohl an Erwachsenenbildnerinnen und -bildner, als auch an Bildungs- und Forschungsorganisationen sowie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie politische Entscheidungstragende.

3       Ziele des Projektes

Die Ziele des Projektes wurden folgendermaßen formuliert:

  1. Oberziel: Inhalte und Ergebnisse der Erwachsenenbildung aus Theorie und Praxis sind miteinander verknüpft und Praxisbeispiele sind weltweit zugänglich und bekannt gemacht und verbessern Angebote der Erwachsenenbildung.
  2. Oberziel: Erwachsenenbildungseinrichtungen weltweit, Partnereinrichtungen und Auslandsbüros von DVV International sind in ihren institutionellen Kapazitäten gestärkt.
  3. Oberziel: Der internationale und insbesondere der Süd-Süd-Austausch von Erfahrungen und Standpunkten aus der Erwachsenenbildung sind verbessert und gestärkt.

4       Aktivitäten des Projektes

Zu den Produkten des Projekts I+K gehören die Fachzeitschrift Adult Education and Development (AED) und die Publikationsreihe International Perspectives in Adult Education (IPE) sowie ergänzende Online-Angebote, wie die Website www.dvv-international.de/adult-education-and-development und die Publikationen begleitende Online-Seminare.

Kernstück des Projekts ist die Fachzeitschrift Adult Education and Development. Sie erscheint einmal jährlich in Englisch, Französisch und Spanisch. Die Zeitschrift ist vorwiegend als Instrument des Süd-Süd-Austausches konzipiert. Aus diesem Grund stammen sowohl die Leserinnen und Leser als auch die Autorinnen und Autoren zum überwiegenden Teil aus dem globalen Süden. Gut 85% der Leserinnen und Leser der Zeitschrift leben in Afrika, Asien und Lateinamerika, über 50% davon allein in Afrika. Jede Ausgabe wird von einem zehnköpfigen internationalen Redaktionsbeirat konzipiert. Der größte Teil der Exemplare geht an einen festen Abonnentenstamm von mehr als 6.000 Beziehern in über 160 Ländern. Zu den Abonnenten gehören unter anderem Erwachsenenbildungszentren, Bibliotheken, Universitäten, Ministerien und zivilgesellschaftliche Organisationen. Darüber hinaus wird die Zeitschrift über die Auslandsbüros von DVV International verbreitet.

Komplementär zur Fachzeitschrift wurde in den 1990er Jahren unter der Bezeichnung International Perspectives in Adult Education (IPE) eine eigene Publikationsreihe ins Leben gerufen, um den Bedürfnissen einzelner Regionen und Zielgruppen stärker zu entsprechen. Diese Publikationsreihe greift wichtige regionale und thematische Arbeitsschwerpunkte von DVV International und seinen Partnerorganisationen auf. Sie ermöglicht dem Institut die Regionen übergreifende, theoretische Reflexion und Vertiefung der eigenen praktischen Arbeit und macht gleichzeitig die Erfahrungen von DVV International breiten Zielgruppen verfügbar. Die Reihe wendet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Praxis, Politik und Wissenschaft in jeweils bestimmten Regionen oder Fachgebieten, bietet Raum für fachlichen Austausch und stärkt die internationale Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung. Die IPE-Reihe verfügt über keinen festen Verteiler, die einzelnen Bände werden je nach Thema und Zielgruppen in unterschiedlichen Sprachen herausgegeben und über die Auslandsbüros und ihre Partnereinrichtungen verbreitet.

Um die Reichweite der Publikationen zu erhöhen und weitere Lesergruppen anzusprechen, werden alle Publikationen unter www.dvv-international.de sowie https://www.dvv-international.de/adult-education-and-development/ als kostenfreie Online-Version zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit dem Internationalen Rat für Erwachsenenbildung (ICAE) bietet DVV International zu jeder Ausgabe der Fachzeitschrift AED außerdem ein begleitendes Onlineseminar an. Seit 2017 werden zusätzlich Webinare mit ausgewählten Autorinnen und Autoren durchgeführt.

5       Ziel der Evaluation

Das Ziel der Evaluation besteht zum einen darin, zu bewerten, inwieweit die für das Projekt formulierten Ziele durch die durchgeführten Maßnahmen erreicht wurden und die angestrebten Wirkungen realisiert wurden.

Ferner wird mit der Evaluation das Ziel verfolgt, die im folgenden Abschnitt weiter ausdifferenzierten Fragen genauer zu beantworten.

Die Evaluation soll darüber hinaus konkrete Empfehlungen und Vorschläge bezüglich Ausrichtung, Zielgruppen und Instrumente für die Fortführung des Projektes ab 2020 geben.

Der Fokus der Evaluierung liegt auf der Fachzeitschrift Adult Education and Development, die im Jahr 2013 neu ausgerichtet wurde. Neben der Print-Ausgabe sollen auch die dazugehörende Website, sowie die erweiterten Online-Angebote (Online-Seminare, Webinare) untersucht werden. Darüber hinaus soll die komplementäre Reihe International Perspectives in Adult Education in den Blick genommen werden.

6       Leitfragen für die Evaluation

6.1      Relevanz

6.1.1       Rolle der Publikationen in der Fachwelt

  • Welche Rolle spielen die Publikationen (AED/IPE) in der Fachwelt? Wie sind sie anerkannt?
  • Wie werden die Formate insgesamt in der Fachwelt aufgenommen?
  • Werden die richtigen Formate gewählt, um die Themen zu kommunizieren?
  • Haben die Publikationen ein Alleinstellungsmerkmal?
  • Gibt es vergleichbare Angebote/Publikationen in der Fachwelt?

6.1.2       Relevanz der Themen für verschiedene Zielgruppen

  • Sind die Themen relevant für die Zielgruppen? Für wie relevant erachten die folgenden verschiedenen Zielgruppen die Themen der Publikationen (AED/IPE)?
    • Auslandsbüros in den Ländern
    • Partnerinstitutionen in den Ländern, Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, Praktikerinnen und Praktiker
    • Universitäten, Bibliotheken, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende
    • Entsprechende Ministerien und andere staatliche Stellen
    • Zivilgesellschaftliche Organisationen, nicht auf Erwachsenenbildung beschränkt
  • Gibt es Bedarfe, die die Publikationen aktuell noch nicht abdecken?

6.2      Effektivität

6.2.1       Qualität im Allgemeinen (Inhalte, Darstellung, etc.)

  • Wie beurteilen die Leserinnen und Leser die Qualität der Publikationen (AED/IPE) im Allgemeinen?
  • Wie schätzen verschiedene Zielgruppen die Qualität der Publikationen ein?
    • Auslandsbüros in den Ländern
    • Partnerinstitutionen in den Ländern, Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, Praktikerinnen und Praktiker
    • Universitäten, Bibliotheken, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende
    • Entsprechende Ministerien und andere staatliche Stellen
    • Zivilgesellschaftliche Organisationen, nicht auf Erwachsenenbildung beschränkt
  • Sind die Inhalte und deren Darstellung dem Vorwissen und den Erwartungen der Zielgruppen angemessen (Abstraktionsgrad, Wissenschaftlichkeit, Praxisorientierung, Zugänglichkeit, etc.)?
  • Wie zugänglich sind die Publikationen (Themen, Texte, Sprachstil, Layout) für die verschiedenen Zielgruppen?
  • Werden Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verknüpft? Wie wird das Verhältnis von Theorie und Praxis eingeschätzt (was ist erwünscht?)?
  • Was gefällt den Leserinnen und Lesern an den jeweiligen Publikationen (AED/IPE) besonders gut, was soll beibehalten werden?
  • Was würden die Leserinnen und Leser ändern, was fehlt ihnen (bezogen auf AED bzw. IPE)?
  • Welche Verbesserungsvorschläge gibt es für beide Publikationen?

6.2.2       Verbreitung und Format der Publikationen

  • Wie groß ist die Verbreitung der Publikationen bei verschiedenen Zielgruppen (Fachleute, Partner, Multiplikatoren wie Bibliotheken und Universitäten) bzw. wie könnte der Verbreitungsgrad erhöht werden?
  • Welche Verbreitungsinstrumente erweisen sich als wirksam?
  • Wie sind die Präferenzen der Zielgruppe in Bezug auf Print- und Online-Versionen?
    • Kennen (und nutzen) die Leserinnen und Leser die Website der AED?
    • Bestehen die technischen Möglichkeiten, um Online-Versionen zu nutzen?
    • Welche Vor- und/oder Nachteile sehen die Leserinnen und Leser in Print bzw. Online-Medien?
  • Gibt es noch andere mögliche Formate, welche die Leserinnen und Leser nutzen können/wollen?

6.3      Effizienz

  • Stehen Aufwand und Nutzen in einem sinnvollen und marktüblichen Verhältnis zueinander?
  • Könnten vergleichbare Leistungen bei ähnlichem Aufwand kosteneffizienter erzielt werden?

6.4      Nutzen und Wirkung der Publikation

6.4.1       Konkrete Nutzung der Publikationen durch verschiedene Zielgruppen (wer nutzt sie wie/wofür?)

  • Werden die Publikationen (AED/IPE) von den Zielgruppen als nützlich wahrgenommen?
  • Wie werden sie konkret in der Arbeit von verschiedenen Zielgruppen genutzt?
    • Auslandsbüros in den Ländern
    • Partnerinstitutionen in den Ländern, Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, Praktikerinnen und Praktiker
    • Universitäten, Bibliotheken, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende
    • Entsprechende Ministerien und andere staatliche Stellen
    • Zivilgesellschaftliche Organisationen, nicht auf Erwachsenenbildung beschränkt

6.4.2       Inwiefern tragen die Publikationen zur Professionalisierung/Kapazitätsstärkung bei?

  • Inwiefern tragen die Publikationen (AED/IPE) zur Professionalisierung der Nutzerinnen und Nutzer/Empfängerinnen und Empfänger bei?
  • Werden Kapazitäten gestärkt? Wenn ja, welche?
  • Inwiefern tragen die Publikationen auch zur Kapazitätsstärkung von Autorinnen und Autoren bei?

6.4.3       Wie könnten die Publikationsreihen noch nützlicher sein?

  • Welche Wirkung haben die Publikationen (AED/IPE) auf die Zielgruppen?
  • Wie könnten die Publikationen noch wirkungsvoller ausgestaltet sein?

6.5      Nachhaltigkeit und Stärkung des internationalen und insbes. des Süd-Süd-Austausches

  • Stärken die Publikationen (AED/IPE) den globalen Fachdialog? Inwiefern?
  • Stärken die Publikationen den Süd-Süd-Fachaustausch?
  • Werden unterschiedliche regionale Perspektiven einbezogen?
  • Inwiefern wird der Bezug zu globalen Prozessen und übergeordneten Politikthemen zur Erwachsenenbildung an der Schnittstelle von Erwachsenenbildung und Entwicklungszusammenarbeit hergestellt (SDGs etc.)?
  • Fühlen sich die Leserinnen und Leser der AED einbezogen? Wird ein Austausch unter den Leserinnen und Lesern ermöglicht?
  • Kennen (und nutzen) die Leserinnen und Leser der AED das Online-Seminar, die Webinare und auch die Facebook-Seite der Fachzeitschrift?

7       Nutzerinnen und Nutzer der Ergebnisse der Evaluation

Nutzerinnen und Nutzer dieser Evaluation sind das BMZ als Geldgeber und DVV International, die sich durch die Evaluation Anregungen zur weiteren Verbesserung der Publikationsreihen versprechen. Im weiteren Kontext sind auch die Regionalvertretungen von DVV International als Zielgruppe zu verstehen, da Empfehlungen auch an sie und ihre Unterstützung in der praktischen Umsetzung gerichtet sein können.

  • Verfügbare Mittel/Finanzielles Angebot

Für die Durchführung der Evaluation wird ein Umfang von 20-25 Tagen vorgesehen. Eine Übersicht über die Zuordnung von Arbeitstagen zu bestimmten Leistungen wird im finanziellen Angebot erwartet.

Bis zu drei Reisen zum Auftraggeber in Bonn sind mit zu berücksichtigen. Weitere Reisen sind für die Durchführung der Evaluation nicht vorgesehen.

9       Methodische Herangehensweise

Weitere Dokumente können u.U. nach Rücksprache zur Verfügung gestellt werden.

  • Auslandsbüros in den Ländern
  • Partnerinstitutionen in den Ländern, Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, Praktikerinnen und Praktiker
  • Universitäten, Bibliotheken, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende
  • Entsprechende Ministerien und andere staatliche Stellen
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen, nicht auf Erwachsenenbildung beschränkt
  • Zeitplan

Der vorgesehen Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

05.08.2018 – Abgabefrist für Angebote

Bis 10.08.2018 – Auswahl der Evaluatorinnen bzw. Evaluatoren

15.08.2018 – Auftaktgespräch in Bonn

04.09.2018 – Präsentation der Methodik in Bonn

Bis 20.09.2018 – Fertigstellung des methodischen Instrumentariums/Analyse der Sekundärdaten > Inception Report

28.09.-06.11.2018 – Datenerhebung (Quantitativ und qualitativ, inklusive Pretest)

09.11.2018 – Validierungsworkshop in Bonn

16.11.2018 – Einreichung des ersten Berichtentwurfs

30.11.2018 – Feedback zum Bericht

07.12.2018 – Abgabe des finalen Evaluationsberichtes

Etwaige Anbieter werden gebeten, insbesondere die Termine in Bonn entsprechend einzuplanen.

11    Aufgaben des Evaluationsteams

11.1    Projektauftakt

  1. Projektauftaktveranstaltung in Bonn (15.08.2018)
  2. Dokumentenanalyse
  3. Erstellung der Erhebungsinstrumente Online-Fragebögen und Leitfäden für Interviews
  4. Präsentation der Methodik in Bonn (04.09.2018)
  5. Inception Bericht

11.2    Datenerhebung

  1. Durchführung der Online-Erhebungen
  2. Durchführung von (Telefon)Interviews

11.3    Datenanalyse

  1. Analyse der Primärdatenerhebungen
  2. Datentriangulation

11.4    Berichtslegung

  1. Validierungsworkshop
  2. Berichtentwurf
  3. Finalisierung des Evaluationsberichtes
  • Zu erbringende Leistungen

Neben den oben genannten durchzuführenden Leistungen hat der Auftragnehmer folgende Leistungen zu erbringen:

  • Inception Bericht
  • Abschlussbericht vorzulegen, der folgende Punkte abdecken soll:
  • Eine Executive Summary in deutscher und englischer Sprache, die den Zweck und das Vorgehen der Evaluation zusammenfasst, die wesentlichen Ergebnisse festhält und die wichtigsten Empfehlungen enthält. Diese Zusammenfassung soll als Text alleine stehen können (Länge ca. 5 Seiten).
  • Einen Hauptteil (in deutscher Sprache), der die Methoden der Evaluation, die Ergebnisse und Schlussfolgerungen detailliert und allgemeinverständlich darlegt (Länge ca. 40-50 Seiten). Dem Bericht soll folgende Gliederung zugrunde liegen:
    • Deskriptiver Teil: grundlegende Informationen und Daten zur Maßnahme sowie Hintergrunddaten, die für das Verständnis notwendig sind, sowie Beschreibung des methodischen Vorgehens
    • Analytischer Teil: sachliche Darstellung der Ergebnisse der Datenanalyse
    • Evaluativer Teil: Bewertung der Ergebnisse anhand der genannten Kriterien
    • Empfehlungen: Auflistung aller aus den Ergebnissen resultierenden Empfehlungen (nummeriert, klare Benennung der Adressaten, Empfehlungen klar als solche herausstellen, ggf. erforderliche Umsetzungszeiträume angeben)

Einen Anhang mit einem Verzeichnis der verwendeten Daten, Quellen und Literatur; die verwendeten Fragebögen und ggf. Interviewleitfäden. Dieser Anhang kann DVV International auch ausschließlich elektronisch zur Verfügung gestellt werden

Der Evaluationsbericht muss klar, eindeutig und verständlich sein. Jeder potentielle Nutzer/jede potentielle Nutzerin der Evaluation muss in der Lage sein, den Zweck, den Gegenstand, die Bewertungen und die Schlussfolgerungen der Evaluation zu verstehen.

Der Auftragnehmer stellt DVV International zunächst einen Entwurf des Berichtes in elektronischer Form zur Verfügung. Der Entwurf wird von DVV International auf seine Qualität geprüft und in angemessener Zeit (max . 2 Wochen) kommentiert. Auf dieser Grundlage wird der endgültige Evaluationsbericht verfasst. Sollte die Qualität der Erstversion des Abschlussberichtes trotz der Qualitätssicherungsmaßnahmen nicht den Erwartungen des Auftraggebers entsprechen, kann es zu mehrfachen Korrekturrunden kommen. Die Kommentierung seitens DVV International soll Berücksichtigung finden, sofern sie die Autonomie des Auftragnehmers in Hinblick auf die Schlussfolgerungen nicht einschränkt. Der Evaluationsbericht ist DVV International in elektronischer Form zu übergeben.

13    Verantwortlichkeiten bei DVV International und logistische Vorgaben

DVV International wird der Auftraggeber für diese Evaluation sein. Bei DVV International werden folgende Personen für die Betreuung der Evaluation und Abnahme der Berichte zuständig sein.

  • Referentin zuständig für I+K bei DVV International
  • Referent für Monitoring und Evaluation bei DVV International
  • Qualifikationsprofil des Evaluationsteams

Der Auftragnehmer muss unabhängig von DVV International und dem zu evaluierenden Projekt sein. Folgende Kenntnisse sollen durch den Auftragnehmer abgedeckt werden:

  • Weitreichende Kenntnisse der empirischen Sozialforschung, insbesondere über die Anwendung quantitativer und qualitativer Methoden
  • Nachweisbare Erfahrungen in der Durchführung von Online-Befragungen insbesondere auch im internationalen Kontext der Entwicklungszusammenarbeit
  • Expertise in der Datenerhebung und -auswertung
  • Nachweisbare Kenntnisse von und Erfahrung in der Planung, Durchführung und Berichterstattung von Evaluationen im Bildungsbereich im internationalen Kontext
  • Erfahrungen in der Evaluierung von Online- und Printmedien sind erwünscht
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift; Französisch- und Spanischkenntnisse sind von Vorteil.

Kenntnisse der Erwachsenenbildung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sind von Vorteil, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Die geforderten Kenntnisse und Erfahrungen sind durch die Lebensläufe des Auftragnehmers nachzuweisen.

15    Qualitätsstandards

Die Kandidatinnen bzw. Kandidaten sollen ein überzeugendes Evaluationsdesign vorlegen, welches an die Vorgaben der Projektziele angepasst ist und die Ausschreibungsunterlagen entsprechend aufgreift, um die Ziele der Evaluation zu erreichen.

Dabei muss die Evaluation folgenden Standards entsprechen:

16    Eignungskriterien

Die Kandidaten bzw. Kandidatinnen müssen als Nachweis der Eignung das beigefügte Formblatt „Einheitliche Eigenerklärung nach § 123 GWB und § 124 GWB“ ausgefüllt und unterschrieben zusammen mit dem Angebot einreichen.

17    Nutzungsrechte

Bestandteil der zu erbringenden Leistungen ist die Einräumung bzw. Übertragung von ausschließlichen, uneingeschränkten Nutzungsrechten an den entstehenden Arbeitsergebnissen, einschließlich des Rechts auf die Weitergabe an Dritte und die Weiterentwicklung durch Dritte.

18    Vertragsbedingungen

Rechtsgrundlage des Vertrages sind die "Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen" (VOL/B). Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftragnehmers werden nicht Bestandteil des Vertrages. Mit dieser Ausschreibung erhalten Sie einen Musterwerkvertrag zur Ansicht.

19    Bewerbungsunterlagen

Kandidaten, die Interesse haben, ein Angebot einzureichen, sollten folgende Unterlagen beifügen:

  1. Aussagekräftige Lebensläufe der Evaluatorinnen bzw. Evaluatoren (bitte Vorlage nutzen)
  2. Technisches Angebot, welches die folgenden Aspekte berücksichtigt (Maximum 10 Seiten):
    1. Verständnis der Aufgabenstellung
    2. Methodische Herangehensweise
    3. Arbeitsplan/Schritte der Umsetzung
    4. Darstellung des Internen Qualitätssicherungssystems (mögliche Risiken)
  3. Finanzielles Angebot (bitte Vorlage nutzen)
  4. Formblatt „Einheitliche Eigenerklärung nach § 123 GWB und § 124 GWB“ (bitte Vorlage nutzen).

Die Voralgen finden sich auf: 

https://www.dvv-international.de/dvv-international/stellenangebote/

Das Angebot muss bis zum 05. August 2018 eingereicht werden. Dabei ist das Angebot elektronisch an folgende E-Mailadressen zu schicken:

Ruth Sarrazin (Referentin Information und Kommunikation), E-Mail-Adresse:
sarrazin@dvv-international.de

Dr. Thomas Lichtenberg (Referent für Monitoring und Evaluation in Bonn), E-Mail-Adresse: lichtenberg@dvv-international.de

Gisela Waschek (Referentin Veranstaltungen und Wissensmanagement), E-Mail-Adresse: waschek@dvv-international.de

Verspätet eingereichte Angebote werden nicht berücksichtigt.

20    Bewertungskriterien der Angebote

  • Qualifikation des Evaluationsteam (zählt ein Drittel) gemäß des oben aufgeführten Qualifikationsprofils;
  • Technisches Angebot (zählt ein Drittel) gemäß der oben aufgeführten Bewerbungsunterlagen;
  • Finanzielles Angebot (zählt ein Drittel) Gesamtpreis sowie Gesamtzahl und Kosten der Arbeitstage (Leistung).

21    Klärung von Rückfragen

Für Rückfragen bzgl. der Ausschreibung senden Sie Ihre Fragen bitte per E-Mail an Ruth Sarrazin. Bitte senden Sie Ihre Fragen bis zum 29. Juli 2018. Die entsprechenden Antworten werden am darauf folgenden Tag auf unserer Webseite veröffentlicht (https://www.dvv-international.de/dvv-international/stellenangebote/).