GIZ

Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Mit der Entsendung von qualifizierten Fachkräften als Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer leistet die GIZ einen Beitrag zur dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort.

Wir suchen für den Standort Conakry in Guinea eine/n

Entwicklungshelfer/in als Berater/in / Ausbilder/in am Universitätskrankenhaus Ignace Deen, Conakry

Gesundheit und soziale Sicherung JOB-ID: 32148

 

Tätigkeitsbereich

Die Qualität und Akzeptanz von Diensten für reproduktive Gesundheit in Guinea war bereits vor Auftreten von Ebola sehr gering. Lediglich 30% der Bevölkerung nutzen primäre Gesundheitsdienste mindestens einmal im Jahr. Weniger als die Hälfte der Geburten werden medizinisch betreut. Die Gesundheitsdistrikte können ihre Kernaufgaben durch Personalmangel, Fehlen von Betriebsmitteln, schlechter Versorgung mit Medikamenten und Material kaum noch aufrechterhalten. Insgesamt nutzt die Bevölkerung, besonders in ländlichen Regionen, die Gesundheitsdienste und insbesondere die Dienste für reproduktive Gesundheit zu wenig entsprechend ihrer Bedarfe (Kernproblem).

 Das Modulziel des Projekts Reproduktive und Familiengesundheit in Guinea (PSRF) lautet daher: Die bedarfsgerechte Nutzung von Gesundheitsdiensten, insbesondere der reproduktiven Gesundheit, durch die Bevölkerung in den Projektregionen ist gestiegen. 

Das Modulziel wird durch einen Mehrebenenansatz in Zusammenarbeit mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen erreicht. Das Vorhaben arbeitet in den Regionen Labé, Mamou, Faranah und Kindia. 

Im ersten der drei Handlungsfelder zielt das Vorhaben auf den Wiederaufbau von funktionsfähigen Gesundheitsdistrikten ab. Im zweiten Handlungsfeld geht es darum, ein bedarfsgerechtes Angebot an Diensten der reproduktiven Gesundheit unter Einbeziehung des Themas Ernährung von Müttern und Kindern zu fördern. Im dritten Handlungsfeld zielt das Vorhaben auf eine verstärkte Nachfrage nach Diensten der reproduktiven Gesundheit. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von vier Jahren (von 01/2015 bis 12/2018). 

Das Universitätskrankenhaus Ignace Deen in Conakry gilt auf Grund seiner Spezialisierungsgrades als das erste nationale Referenzzentrum. Doch auch dort gibt es große qualitative Defizite in der pflegerischen Arbeit. Die Universität Heidelberg strebt an, durch eine Partnerschaft die Kapazitäten der klinischen Notfallversorgung zu stärken sowie die Versorgungsqualität zu verbessern, um die Patientensicherheit und die Sicherheit für das Klinikpersonal zu gewährleisten. Sowohl die Verbesserung der geburtshilflichen Versorgung im Kreißsaal als auch die der Neugeborenen ist eine wichtige Voraussetzung damit die nachgeordneten Strukturen das entsprechende Klientel besser von dem Nutzen einer Überweisung überzeugen können und dadurch Überweisungen in letzter Minute zu verringern. Überdies wird die Verbesserung der geburtshilflichen und pflegerischen Arbeit einen positiven Einfluss auf die praktische Ausbildung der Pflegeschüler/innen und Hebammenschülerinnen haben, die von vielen Schulen an das Universitätskrankenhaus geschickt werden.

 

Ihre Aufgaben

  • Fort- und Weiterbildung der Hebammen und Ärzte in Ausbildung und der Pflegekräfte auf der Neugeborenenstation
  • Beratung der Leitung des Kreißsaals und/oder Neugeborenenstation in Bezug auf Ausstattung und Hilfsmittel sowie Organisation der Abteilung.
  • Beratung und Fortbildung in Bezug auf die praktische Anleitung von Pflegeschüler/innen und Hebammenschülerinnen/Unterstützung bei der Einführung bzw. Durchführung eines Qualitätsmanagementsystems im Kreißsaal und/oder Neugeborenenstation und Mitarbeit im allgemeinen Qualitätsmanagementsystem des Krankenhauses (QM-Komitee)
  • Unterstützung bei Kooperationen mit anderen Partnern, insbesondere bei der angestrebten Partnerschaft mit der Universität Heidelberg
 

Ihr Profil

 

Diese Qualifikationen bringen Sie mit

  • Abgeschlossene Ausbildung als Hebamme
  • Langjährige Berufserfahrung (Ausbildung und Berufstätigkeit)
  • Fundierte Erfahrung in der Versorgung Neugeborener
  • Möglichst Weiterbildung zur Fachlehrerin für Hebammenwesen
  • Erfahrung in der praktischen Ausbildung
  • Erfahrung in der Organisation einer geburtshilflichen Abteilung
  • Erfahrung mit Qualitätsmanagement
  • Gute Deutsch- und Französischkenntnisse
 

Folgende Kompetenzen runden Ihr Profil ab

  • Pädagogische Fähigkeiten
  • Fähigkeit, mit limitierten Ressourcen umgehen zu können
  • Fähigkeit, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten
  • Interkulturelle Sensibilität
  • Bereitschaft, auch unter schwierigen Alltagsbedingungen zu leben
  • Teamfähigkeit, Ergebnisorientierung, und Zuverlässigkeit
 

Einsatzzeitraum

17 Monate inklusive Vorbereitung
 

Standortinformationen

  • Wohnort: Conakry (Hauptstadt), an der Küste, mit Dienstreisen in die Regionen Kindia, Mamou, Labé und Faranah
  • Klima: Conakry ist tropisch (schwül, heiß), Labé und Mamou (kühl), Regenzeit Juni bis September
  • Gesundheitsversorgung: Begrenzte Möglichkeiten: Es gibt zwei akzeptable Privatkliniken und ein sehr gutes deutsches medizinisches Labor. Bei kompliziertem oder unklarem Krankheitsbild sollten Diagnostik und Behandlung außerhalb von Guinea durchgeführt werden, z.B. in Dakar (Senegal).
  • Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten: Es gibt eine hinreichende Zahl von Supermärkten, die eine gute Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen, die allerdings nicht billig sind. Es gibt immer ein sehr reichhaltiges Angebot an frischem Gemüse und Obst sowie Fisch.
  • Erreichbarkeit: Conakry ist täglich per Flugzeug erreichbar, die Verbindungen (Airfrance, SN Brussels) sind gut.
  • Kinder, Kleinkinder: Es gibt eine französische, eine russischsprachige und eine internationale (amerikanische) Privatschule.
  • Sicherheit: Die politische Lage in Guinea ist angespannt und es kommt hin und wieder zu Streiks, die das Potential haben, gewalttätig zu werden. Dies hat Auswirkungen auf alle GIZ-Mitarbeiter und kann dazu führen, dass die Arbeit des Programms und der Partnerorganisationen verlangsamt oder auch für eine gewisse Zeit suspendiert wird. Wenn entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und laufend beachtet werden, besteht für den/die EH aber keine Gefahr in seinem/ihrem Alltagsleben. Ein Sicherheitsberater gewährleistet die Sicherheit des GIZ-Personals
  • Der/die EH muss bereit sein, auch mehrtägige Dienstreisen im Auto unter erschwerten Bedingungen zu unternehmen.
 

Rahmenbedingungen

Die Kriminalitätsrate in Guinea ist eher gering, vergleichbar mitanderen afrikanischen Ländern.

Ende 2013 brach in Guinea die Ebolaepidemie aus. Ende Dezember 2015 wurde das Land für Ebola-frei erklärt, aber im März 2016 kam es wieder zu einem kleineren Ausbruch in der Region Waldguinea. Für Europäer ist die Ansteckungsrate, wenn die notwendigen Präventionsmaßnahmen eingehalten werden, gering. Allerdings können bei erneutem Auftreten vergleichbarer Epidemien unter Umständen Projektaktivitäten verzögert oder auch undurchführbar werden.

Am Universitätskrankenhaus Ignace Deen sind viele bilaterale und internationale Partner aktiv und es gehört zur Aufgabe der EH, für die geburtshilfliche Abteilung und/oder Neugeborenenstation Wege zur bestmöglichen Zusammenarbeit zu suchen.

 

Unser Angebot

Hinweise

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 01. Oktober 2017.
 

Kontakt

Michelle Selina Kessler
 
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